Auf meinem Logo findet sich das Labyrinth von Chartres.



                                     


Eine Abbildung dieses Labyrinths begegnete mir in den Anfängen meiner Ausbildung und übte eine sofortige, unbeschreibliche Anziehung auf mich aus wie kein weiteres Labyrinth. Ich beschloss, es in Natura sehen zu wollen. Also bin ich im April 2009 nach Chartres im Norden Frankreichs gefahren. Ostern ist dort eine sehr besondere und belebte Zeit. Die Stühle in der Kathedrale werden fortgeräumt, um es den Touristen und Pilgern zu ermöglichen, sich im Labyrinth von 12 m Durchmesser frei zu bewegen. Der Weg ist tatsächlich ein Labyrinth, kein Irrgarten. Es gibt keine Sackgassen, sondern einen einzigen vollständigen Weg von 261,5 m Länge durch 11 konzentrische Kreise mit 34 Kehren aus 273 Steinplatten.


Auf einer Tafel finden sich folgende Worte:

Das Labyrinth ist ein Weg. Er lädt zu einer Pilgerfahrt. Es geht hier weder um ein magisches Zeichen, noch um ein physikalisches Phänomen, sondern die einzigen Energien, die Sie in ihm entdecken werden, sind Ihre eigenen. Der einzige Sinn des Labyrinths ist es, Sie anzuregen zu einer tiefgründigen Meditation, die Körper und Seele bewegt. Wer sich zum Aufbruch beschließt, öffnet sich Schritt für Schritt für Erfahrungen, die ihn übersteigen. Der Weg verweist auf unsere lange Erdenreise mit ihren Prüfungen und Erschütterungen, an deren Ziel aber die Versöhnung steht, und die Erfahrung des Sinns unserer Existenz.“


So bin auch ich diesen Weg gegangen, habe mich geöffnet für die Empfindungen, die in mir aufstiegen und mir ist bewusst geworden, dass unser Lebensweg selten geradlinig verläuft. Manchmal zieht er verschlungene Kreise, die uns vermuten lassen, uns verirrt zu haben. Doch rückblickend betrachtet zeigt sich, dass alles seine Richtigkeit hatte, dass sich alles fügt und zusammenpasst. Wir verstehen, dass die Dinge, die sich einmal schwer und bedrohlich angefühlt haben, einen Sinn ergeben. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, bedarf es manchmal dieser verschlungenen Pfade, die uns führen zu einem Kern, ähnlich dem Mittelpunkt des Labyrinths, von wo aus wir Klarheit erlangen und ein tiefes Verständnis der eigenen Existenz.


So verstehe ich heute auch meine Arbeit. In der kinesiologisch - psychotherapeutischen Begleitung gehe ich gemeinsam mit Ihnen den Weg eines Labyrinths, begleite Sie auf verschlungenen Wegen und Kehren, um Schritt für Schritt vorzudringen zum Kern der Probleme, Schwierigkeiten und Herausforderungen und um dann gestärkt und geklärt von dieser Reise zurückzukehren in ein leichteres und fröhliches Leben.